Der DKP-Kurs der neunten Jahrgangsstufe machte am 8.11.2018 eine Exkursion nach Düsseldorf in das Junge Schauspielhaus. Dort wurde das Stück "Jugend ohne Gott" vorgeführt, das sich an dem Roman von Ödin von Horváth orientiert.


Ein Lehrer korrigiert Aufsätze seiner Schüler und stellt fest, dass sie rassistische Bemerkungen enthalten. Als er sie daraufhin zur Rede stellt, setzen ihn Schüler und Eltern unter Druck. Die Klasse fährt in ein Zeltlager aufs Land, wo militärische Übungen vollzogen werden. Als der Lehrer einen Schüler erwischt, wie er ein Verhältnis mit einer "Kriminellen" hat, liest er dessen Tagebuch, um mehr zu erfahren. Eines Tages wird die Leiche von einem der Schüler aufgefunden…
„In Horváths Roman ist es in erster Linie die Bildung, symbolisiert durch den Lehrer, die versagt hat – und es war die Bildung, die durch den Nationalsozialismus herausgefordert wurde. Der »Lehrer« meint, mit Opportunismus und Wegducken durchzukommen. Aber »neutrale« Lehrer*innen schaden dem Bildungssystem. Die vollkommene Pervertierung der Bildung, wie sie sich dann in der Formierung des nationalsozialistischen Erziehungsstaates zeigte, hat bis heute Konsequenzen für jede demokratische Bildungstheorie und -praxis. Lehren zu ziehen impliziert eine klare und ständig wiederholte Stellungnahme gegen Rassismus, gegen Menschenverachtung, gegen jede primitive Provokation oder Pseudorevolte gegen das humanistische »Establishment«.“ (Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung) 
Das Stück wurde im Jungen Schauspielhaus von fünf Darstellern vorgeführt und die Bühne war eine viereckige wippenartige Konstellation, die sich unter den Füßen der Schauspieler bewegte. Das machte das Spiel der Schauspieler noch etwas schwieriger, aber auch eindrucksvoller. Das Stück orientierte sich an der Handlung des Romans, aber manche Stellen wurden verändert, da es auch ursprünglich nicht für die Bühne gedacht war. Dies erklärten vier der Schauspieler, die im Anschluss an die Inszenierung ein Gespräch mit uns Schülern führten.
Lina Bolz, 9c

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