Der Leistungskurs der Q1 des LMG wird die Europawahl 2019 so schnell nicht vergessen, denn neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Wahlkampf, den Programmen und Kandidaten der einzelnen Parteien im Unterricht fungierten die Kursteilnehmer in diesem Jahr als Wahlvorstände und Wahlhelfer, um für über 300 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe und der Klassen 9 die Juniorwahl am Lise zu organisieren.

Das bundesweite Projekt „Juniorwahl“ versucht zukünftige und tatsächliche Erstwähler für die Wahrnehmung des persönlichen Wahlrechts und die Teilhabe an der deutschen bzw. europäischen Demokratie zu begeistern, indem es logistische und inhaltliche Hilfe für die Durchführung von Wahlen an Schulen bietet.

So hatte sich die Fachkonferenz Sozialwissenschaften/Politik schon Monate vor dem Wahltermin bei der Projektkoordination der Juniorwahl gemeldet, um Wahlkabinen, Original-Wahlzettel im Kleinformat, Wählerverzeichnisse, Wahlbenachrichtigungen und Wahlurnen zu ordern.

In den Klassen und Kursen der Ober- und Mittelstufe standen dann im zweiten Halbjahr des laufenden Schuljahres zunächst einmal Unterrichtsreihen zum Thema Wahlen und Europa im Politik- und sozialwissenschaftlichen Unterricht an, ehe der tatsächliche Wahlakt von Schülern für Schüler vorbereitet wurde.

Unter der Leitung der Wahlvorstände Antonia Land, Lorena Heekeren, Max Flaskühler und Justin Dickhoff organisierte der Sowi-LK der Q1 den gesamten Wahlgang: Wählerverzeichnisse wurden angelegt, 308 Wahlbenachrichtigungen an die Kurse der Oberstufe und Klassen 9 ausgegeben und schlussendlich ein Wahllokal eingerichtet.

Spätestens mit Aushändigung der Wahlbenachrichtigungen richtete sich die Aufmerksamkeit der Jahrgangsstufen 9-11 auf den schulinternen Wahltermin, vor allem aber auf den tatsächlichen Europawahlkampf: Spitzenkandidaten wurden gegoogelt, Parteiprogramme studiert und der Wahl-O-Mat bemüht. Vor allem aber wurde auf den Gängen der Schule über Politik diskutiert, gestritten und bisweilen sogar Stimmung gemacht für die persönlichen Favoriten.

Sieben Tage vor dem eigentlichen Wahltermin hieß es dann für die Oberstufe des Lise „Bereitmachen zum Urnengang“. Mit ihren Wahlbenachrichtigungen und dem Personalausweis in der Hand machten sich die einzelnen Stufen kursweise zu den im Aushang genannten Wahlterminen auf den Weg ins Wahllokal, wo Wahlvorstand und Wahlhelfer souverän für einen geordneten Wahlgang sorgten.

Nach insgesamt vier Wahltagen erfolgte die Auszählung durch die Wahlhelfer, wobei das Ergebnis erst nach der tatsächlichen Europawahl veröffentlicht werden durfte.

Am Montag nach der Wahl wurde dann die Schulöffentlichkeit über einen von Niklas Gromeleit und Max Geurtz grafisch aufbereiteten Aushang umfänglich über den Ausgang der Juniorwahl im Verhältnis zur Europawahl informiert.

In Kürze sehen die Lise-Ergebnisse so aus: 87% Wahlbeteiligung, 44% für Bündnis90/Die Grünen, nur 13 bzw. 11 % für die „Volksparteien“ CDU & SPD, 7% FDP, 6% Die Partei, je 3% für Piraten, Tierschutzpartei und Linke, 1% für AfD, NPD, MLPD und Tierschutz hier!

Dabei bestätigt die Lise-Wählerschaft einige bundesweite Trends: Ein stark gewachsenes Interesse an Umweltthemen, von denen zurzeit vor allem die Grünen profitieren, ein massiver Bedeutungsverlust von CDU & SPD, ein wachsendes Interesse an der Europawahl (auch die Wahlbeteiligung am Lise war diesmal höher als 2017) und eine Stimmabgabe, die auch den vielen kleineren Parteien zu Gute kommt.

Detaillierte Wahlinformationen finden sich unter juniorwahl.de im Netz.

c-bra2019

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