Am 12. März begann es endlich wirklich.


Aber schon im letzten Jahr hatten wir unsere Austauschpartner vom Kandinsky-College in Nimwegen kennen gelernt- per Videovorstellung. Also schickten wir auch digitale Grüße in die Niederlande und auch unsere niederländischen Freunde erfuhren das Wichtigste über uns. Auch konnten wir nach dem Initialkontakt so manche Nachricht hin- und herschicken.
Durch diesen Vorlauf bedingt waren es an diesem Dienstag im März nicht mehr gänzlich Fremde, die wir am Bollwerkparkplatz begrüßten, denn die Gesichter der niederländischen Schüler und Lehrer kamen uns schon ziemlich vor.

Das Thema des Austausch war, wie konnte es anders sein, die Niederlande und Deutschland, aber hier in diesem speziellen Fall auch eine Art geheimnisvolles Land, das früher einmal bestand, in dem Geldern und Nimwegen gemeinsam lagen. Gemeint ist das frühere Herzogtum Geldern, dessen Spuren noch in den Städten Geldern und Nimwegen zu finden sind.
Die praktische Suche nach diesen Spuren in der Stadt Geldern nahm den Vormittag ein, danach gab es ein leckeres, von den deutschen Schülern zubereitetes Buffet. Am Nachmittag, nachdem wir von einem niederländischen Lehrer eine Stunde echten niederländischen Unterrichts bekommen hatten, gingen wir mit unseren Partner nach Hause. Dort gab es für den Rest des Tages ein Familien- und Freundeprogramm.
Am folgenden Tag arbeiteten wir noch etwas an dem Spurenthema, dann brachte uns der Bus zum Kandinsky-College. Dort ging es auf Schulführung – durch ein überraschend anders gestaltetes Schulgebäude; überraschend , wenn man nur deutsche Schulen kennt.
Das Kandinsky- College ist viel größer als unser Lise-Meitner, die Klassenzimmer haben gläserne Wände und die Digitalisierung ist weiter fortgeschritten. In der Turnhalle zum Beispiel konnte man alle sportlichen Aktivitäten (z.B. ein Volleyballspiel) visuell aufzeichnen und schließlich optimierend analysieren.
Am Abend lud uns eine niederländische Schülerin in das Restaurant ihrer Eltern ein; es hieß Wereldkeuken (Weltküche) und in der Tat gab es Gerichte aus allen Herren Länder. Geschlafen wurde in den Häusern der Partnerfamilien, die architektonisch manche Besonderheit (steile Treppen, Durchguckmöglichkeiten oder fehlende Tür- oder Fensterstürze) zu bieten hatten.
Am letzten Tag machten wir noch Spiele im Kandinsky-College, besuchten die Bastei in Nimwegen und aßen zu Mittag die bekannten niederländischen Spezialitäten (Frikandellen, Friet, Kaassoufle, Kroketten, Bereklauw etc.)
So ein Austausch verschafft allen Beteiligten einen tieferen Einblick in die jeweils andere Kultur; in diesem speziellen Fall sogar noch einen in eine gemeinsame Vergangenheit. Jetzt gibt es die Möglichkeit, unsere Kontakte auszubauen und zu vertiefen.
Knut Lipke


 

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