Als Gymnasium der Stadt Geldern vermitteln wir eine vertiefte allgemeine Bildung, die unsere Schülerinnen und Schüler zur Aufnahme eines Studiums befähigt und für eine berufliche Ausbildung qualifiziert. Unser Ziel ist es, alle Schüler bis zum Abitur zu führen und dabei ihre Zielstrebigkeit und Selbstständigkeit zu unterstützen. Der Unterricht ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Problemstellungen und leitet unter einer wissenschaftspropädeutischen Perspektive zu abstrahierendem, analysierendem und kritischem Denken an.

Neben dem Erwerb von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten stehen die Entfaltung künstlerisch-kreativer Potenziale sowie die Übernahme sozialer und ethischer Verantwortung im Zentrum unseres Bildungsauftrags. Dazu gehört selbstverständlich die Förderung der Entwicklung von Toleranz, Solidarität und Verantwortungsbewusstsein.

Mittelfristige Entwicklungsziele gemäß Schulprogramm:

1. Stärkung der Naturwissenschaften.
Durch mehrere Maßnahmen konnten in den letzten Jahren die naturwissenschaftlich-technischen Fächer in der Sekundarstufe I gestärkt werden. Dazu zählen regelmäßig angebotene naturwissenschaftliche AGs in den Jahrgangsstufen 5 und 7 sowie ein neu eingerichtetes Fach im Wahlpflichtbereich II („NaWi“) mit einem experimentellen Schwerpunkt. In dieselbe Richtung zielt auch der großflächige Einsatz von Schülerexperimentierkästen im Fach Physik. Die räumliche Situation wurde durch den systematischen Umbau der naturwissenschaftlichen Fachräume deutlich verbessert. So ermöglichen jeweils zwei Physik-, Chemie- und Biologieräume ein zeitgemäßes Arbeiten (letzter Umbau: Chemieraum 2016). Ein weiterer Biologieraum muss noch umgebaut werden. Die regelmäßige Durchführung naturwissenschaftlicher Veranstaltungen (u.a. zur Sonnenfinsternis, Stratosphärenballon) sowie die Teilnahme an Wettbewerben (u.a. Jugend forscht, Roberta) sollen das Interesse an Naturwissenschaften stärken.
Ein noch nicht erreichtes, aber weiter angestrebtes Ziel ist die breitere Anwahl von naturwissenschaftlichen Leistungskursen in der Sekundarstufe II. Dabei sollen unter der Bedingung vorhandener Ressourcen Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase zusätzliche Unterstützung bei einer Wahl von Chemie- und Physik-Leistungskursen erhalten.

2. Auf dem Weg zur Europaschule?
Angesichts der Vielzahl von Austauschprogrammen (Frankreich, Italien, Polen, Niederlande) sowie der deutlich überdurchschnittlichen Ergebnisse unserer Schülerinnen und Schüler in zentralen Prüfungen auf diesem Gebiet wird aktuell u.a. im Rahmen von Fortbildungen geprüft, welche Schritte sinnvoll und notwendig sind, um eine weitere Stärkung bereits vorhandener Kompetenzen zu erreichen und eventuell auch die Bedingungen für Europaschulen zu erfüllen.

Medienkonzept
Neben den oben genannten Zielen ist der planvolle Ausbau der Medienkompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler ein weiteres Ziel. Aktuelle Bausteine sind etwa die Internet-Schulung für die 6. Klassen sowie die Einrichtung einer zertifizierten Medienscout-Gruppe seit dem letzten Schuljahr. Eine Arbeitsgruppe entwirft aktuell ein neues Medienkonzept mit den Schwerpunkten „Leben mit Medien“ und „Lernen mit Medien“, um so den Kompetenzerwerb im Umgang mit den digitalen Medien des 21. Jahrhunderts zu stärken. Speziell zum Einsatz von Tablets und Smartphones ist in diesem Zuge zu klären, ob ein BYOD-Konzept, eine 1:1-Lösung oder der Einsatz seitens der Schule angeschaffter einheitlicher Geräte (Klassensatz) zu bevorzugen ist. Bedingung für eine tragfähige Entscheidung ist allerdings die Orientierung des Schulträgers und dessen Planung im Bereich Netzausbau sowie eine angemessene Unterstützung der IT-Betreuung im Sinne der Rahmenvereinbarung zwischen Land und Kommunen.

Weitere Ziele:
Die SEIS-Untersuchung des Jahres 2015 hat als Handlungsschwerpunkt eine intensivere unterrichtlichen Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern benannt (Handlungsfeld 2: „Lernen und Lehren – Unterricht“, vgl. Qualitätstableau NRW). Um dies zu erreichen, wird eine aus Schülern und Lehrern bestehende Steuergruppe Feedbackbögen erstellen, die dann zum Einsatz kommen werden. Außerdem wird im Schuljahr 2016 probeweise am Elternsprechtag eine Schülersprechstunde eingerichtet.
Um die Diskussion aller innerschulischen Akteure zu verstetigen (Handlungsfeld 3: „Schulkultur“), wurde darüber hinaus eine Schulentwicklungsgruppe aus Eltern, Schülern, Lehrern und Schulleitung gegründet. Ihre erste Aufgabe ist die Prüfung einer sogenannten Aktionswoche.

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