Individuelle Förderung...
geschieht in jedem Unterricht durch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer, die die Stärken und Schwächen ihrer Schülerinnen und Schüler genau kennen.
Daraus erwachsen individualisierte Aufgabenstellungen sowie konkrete pädagogisch-didaktische Absprachen zwischen den unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrern einer Klasse.
Um allen Kindern gerecht zu werden, gibt es am LMG zusätzliche Bausteine der individuellen Förderung.

Lerncafé am Lise-Meitner Gymnasium – Ein neues Konzept zur individuellen Förderung
Seit Beginn des Schuljahres 2016/17 wird ein im Rahmen des Förderkonzepts ein neues Modell an unserer Schule umgesetzt, das Lerncafé.
In den Klassen 5 und 6 findet in jeweils einer festen Doppelstunde im Stundenplan das Lerncafé statt, das auf dem Prinzip der Freiarbeit beruht. In dieser Doppelstunde können sich die Lernenden frei entscheiden, mit welchen Fächern und Inhalten sie sich beschäftigen möchten. Dazu wurde durch die jeweiligen Fachschaften ein Materialpool erstellt, der neben vielen Arbeitsblättern auch Lern- und Gesellschaftsspiele enthält, die den Schülern helfen sollen, ihre Stärken zu erweitern und eventuelle Schwächen auszugleichen.
In den Lerncafé-Stunden arbeiten die Lernenden nach festen Regeln, die zu Beginn des Schuljahres in einer Einführungsphase erarbeitet werden. Im Lerncafé übernehmen die Schülerinnen und Schüler mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess und entscheiden zum Beispiel selbst, ob sie allein, mit einem Partner oder in Gruppen lernen. Stärkere Schülerinnen und Schüler können schwächere Lernende unterstützen oder Kinder, die an den gleichen Materialien arbeiten, können sich besser austauschen.
Die bearbeiteten Arbeitsaufträge werden in individuellen Ordnern festgehalten und auf Laufzetteln durch den betreuenden Klassenlehrer abgezeichnet. Eine Kontrolle der Ergebnisse erfolgt über Lösungsbögen durch die Schülerinnen und Schüler selbst.

Lerncafé PLUS
Ergänzt wird das Lerncafé durch das Lerncafé-PLUS, welches die Lerncafé-Stunden mit dem aktuellen Fachunterricht in den Klassen verbindet. Während der Lerncafézeit stehen den Schülerinnen und Schülern weitere Lehrerinnen und Lehrer zur Unterstützung in den Hauptfächern zur Verfügung. In enger Absprache mit den Fachlehrkräften der einzelnen Klassen können Schülerinnen und Schüler in das PLUS-Angebot des Lerncafé überwiesen werden und dort mit von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern zur Verfügung gestellten Materialien gezielt Schwächen beseitigen oder Stärken weiter ausbauen. Der bereitstehende Fachkollege gibt Hilfestellung und kontrolliert die erzielten Ergebnisse. Anders als im bisherigen Förderunterricht bietet das Lerncafé-PLUS eine große Flexibilität. Sich aufzeigende Schwäche oder Probleme können schnell kompensiert werden. Besonders gute Schülerinnen und Schüler, die sich vielleicht im regulären Fachunterricht unterfordert fühlen, können gezielt gefordert werden.
Insgesamt gesehen sind das Lerncafé und das Lerncafé-PLUS besonders gut geeignet, den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6 einen sanften Übergang an unsere Schule zu ermöglichen, da viele Kindern durch die Arbeit an den Grundschulen mit der Methodik der Freiarbeit vertraut sind. Außerdem gelingt es uns als Schule mit dem Lerncafé alle Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und zu fordern.  

Hausaufgabenbetreuung
Darüber hinaus gibt es für die Klassen 5 bis 7 das Angebot, von Montag bis Donnerstag zwischen 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr unter Aufsicht die Hausaufgaben in der Schule anzufertigen.

Forderkurs Klasse 5
Für Kinder mit starkem naturwissenschaftlichen Forscherdrang haben wir den Forderkurs Biologie eingerichtet. Auf der Grundlage von Materialien zum Lebensraum Wasser und zum menschlichen Körper, die speziell für diese Altersgruppe von der Universität Duisburg-Essen entwickelt worden sind, steht das eigene Experimentieren und Forschen im Vordergrund.

Förderplangespäche
Die Fachlehrer verfassen für Schüler/Schülerinnen mit nicht ausreichenden Leistungen in den Zeugnissen Lern- und Förderempfehlungen. Darin werden die festgestellten Schwächen benannt, mögliche Ursachen herausgestellt und konkrete Aufgaben erstellt, mit denen der Schüler bzw. die Schülerin sich möglichst selbstständig verbessern kann.
Ist die Versetzung gefährdet, erörtern Eltern, Schüler und die Koordinatorin gemeinsam in einem Förderplangespräch (ab Klasse 6), welche Schritte zum Erfolg führen können. Das Ergebnis wird in einem individuellen Förderplan festgehalten. Alle Beteiligten unterzeichnen eine Vereinbarung, bis wann die einzelnen Aufgaben zu erfüllen sind. Der Fachlehrer erhält zum vereinbarten Zeitpunkt die bearbeiteten Aufgaben und gibt während der Aufarbeitungszeit Hilfestellungen.
Außerdem kann der Schüler in Klasse 7 dazu verpflichtet werden, den Förderunterricht in einem bestimmten Fach zu besuchen.

Förderkurse in Klasse 7
Für die Jahrgangsstufe 7 ist Förderunterricht in den schriftlichen Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Latein bzw. Französisch vorgesehen.
Um einen möglichst großen Lernerfolg zu erreichen, dürfen maximal 8 Schülerinnen und Schüler an dem jeweiligen Förderkurs teilnehmen. Die Fachlehrer der betroffenen Fächer schlagen in Absprache mit den Zeugniskonferenzen vor, welche Schülerinnen und Schüler am Förderunterricht teilnehmen.
Die Lehrer des Förderunterrichts arbeiten in Absprache mit den Fachlehrern Defizite auf und ergänzen ggf. das unterrichtliche Angebot zur Vorbereitung der nächsten Klassenarbeit.
Sollte ein Schüler das Angebot in mehreren Fächern erhalten, müssen die Eltern gemeinsam mit den Kindern ein Fach auswählen.
Um die für eine erfolgreiche Förderung notwendige Stabilität und Kontinuität der Kurse zu erreichen, ist bei  Anmeldung  die Teilnahme für ein halbes Jahr verbindlich.
 
Forderkurs Klasse 7
Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse und guten Leistungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht können am Schwerpunkt-Kurs Naturwissenschaften und Robotik teilnehmen. Der Kurs findet einmal pro Woche in einer Doppelstunde im Nachmittagsbereich statt und wird zurzeit von Herrn Dr. Stanelle und Herrn Ürüm unterrichtet.
Hier lernen die Schüler, selbstständig zu experimentieren, indem sie zunächst eigene Fragestellungen formulieren und dann eigenständig einen Plan entwerfen, um ihre Fragen zu beantworten und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Die von den Schülerinnen und Schülern entworfenen Experimente umfassen im ersten Unterrichtshalbjahr zum Beispiel die Themen „Beeinflussung von Pflanzenwachstum“, „Eigenschaften der Luft“ und „Nutzung der Bionik“.
Besonders durch die Themen aus dem Bereich Bionik erwerben die Schüler ein technisches Verständnis, z.B. bei der Konstruktion von stabilen Bauteilen, die von der Natur abgeleitet sind. Diese Beschäftigung mit technischen Konstruktionen wird im weiteren Kursverlauf wieder aufgegriffen.
Im zweiten Unterrichtshalbjahr bauen die Schüler mit Lego Mindstorms EV3 eigene Roboter. Nach einer kurzen Einführung überlegen sie sich unter einem gemeinsamen Rahmenthema spezielle Anforderungen, die ihr Roboter erfüllen soll. Zur Programmierung wird die Lego-Programmierumgebung genutzt. Auf diese Weise erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Zugang zu technischen und informatischen Inhalten.
Förderverein kauft Experimentierkoffer für naturwissenschaftlichen Forderkurs
 
Bereits seit fünf Schuljahren können die Schüler der Jahrgangsstufe 7 den sog. Forderkurs Naturwissenschaften belegen. Damit sollen an unserer Schule besonders naturwissenschaftlich interessierte und leistungsstarke Schüler herausgefordert werden. Neben dem Bau und der Programmierung von Robotern werden die Schwerpunktthemen „Wie gestalte und führe ich ein wissenschaftliches Experiment durch?“, „Welche besonderen Eigenschaften hat unsere Luft?“,  „Alles Banane - Experimente rund um die Banane“ und „Bionik – Alles von der Natur abgeschaut“ erarbeitet.
Da besonders die Experimente zum Thema Luft bisher nur wenig professionell durchgeführt werden konnten, wurde mit Unterstützung des Fördervereins eine Experimentierbox zum Thema Luft angeschafft. Dieser ist direkt im Kurs zum Einsatz gekommen und wurde von den Schülern sehr vielfältig und begeistert genutzt. Wir freuen uns auch in Zukunft damit das naturwissenschaftliche Interesse unserer Schüler zu vertiefen und danken dem Förderverein sehr für die finanzielle Unterstützung.

Dr. Jens Stanelle

Lerntreff
– Schüler helfen Schülern
In der 8. und 9. Jahrgangsstufe werden Schülerinnen und Schüler bei Lernschwierigkeiten zum Lerntreff eingeladen. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Oberstufen betreuen dabei ein bis maximal drei Mittelstufenschüler in jeweils einem Hauptfach. Der Lerntreff findet einmal wöchentlich im zweiten Halbjahr statt. Diese Art des Miteinander-Lernens hat sich nicht nur in den meisten Fällen für die Bewältigung der schulischen Probleme als außerordentlich hilfreich erwiesen, sie ist auch eine Bereicherung für unsere Oberstufenschüler, die die Gelegenheit nutzen, sich sinnvoll einzubringen, Erfahrungen zu sammeln und Verantwortung für andere zu übernehmen.

Erweiterungsprojekt
Das Drehtürmodell erlaubt das Fernbleiben an zuvor abgesprochenen Teilen des stundenplanmäßigen Unterrichts, um den/die jeweiligen Schüler/Schülerin die Möglichkeit zu geben, an den eigenen Interessensbereichen in selbstfestgelegten Projekten außerunterrichtlich arbeiten zu können. Ziel dieser Erweiterungsprojekte ist es, ein hohes Maß an Selbstverwirklichung und Entfaltung zu erreichen. Feste Regeln, die dem Schüler/der Schülerin als organisatorische Stützen dienen, und das Nacharbeiten der versäumten Unterrichtsinhalte sowie den Hausaufgaben sind vorausgesetzt. Dieses Modell eignet sich somit im besonderen Maße, sehr guten und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern, aber auch „Underachievern“ individuelle, stark motivierende und herausfordernde Lernsituationen zu eröffnen.
Diese Schülerinnen und Schüler müssen zudem ihre hohe Eigenmotivation nachweisen, da sie schließlich den versäumten Unterrichtsstoff sowie die anfallenden Hausaufgaben selbständig nachholen müssen.
Das Einverständnis zur Teilnahme an einem Projekt wird durch die Unterzeichnung eines Kontraktes von Seiten der Schule, der Schülerin bzw. des Schülers und deren Eltern im Vorfeld abgesichert.

Wettbewerbe
Unsere Schülerinnen und Schüler nehmen regelmäßig an Wettbewerben in unterschiedlichen Bereichen teil und stellen sich so engagiert einem fairen Wettkampf. Dazu gehören etwa die Mathematik-Olympiade und das Känguru der Mathematik, Big-Challenge (Englisch), Wissenswettbewerbe in Geographie und Wirtschaft, der Informatik-Biber, die Teilnahme an Sportwettkämpfen (Fußball, Tennis, Volleyball, Beach-Volleyball, Schwimmen und Schach) sowie die regelmäßige Teilnahme an Ausschreibungen der Unfallkasse NRW (Filmbeiträge)

Vertiefungskurse
In der Einführungsphase der Oberstufe (Klasse 10) werden Vertiefungskurse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch angeboten, um den besonderen Anforderungen von G8 gerecht zu werden und die Schülerinnen und Schülern, die erst nach der zehnten Realschulklasse zum Gymnasium wechseln, angemessen zu fördern.
Die Oberstufenschüler entscheiden nach entsprechender Beratung eigenständig, welche Förderkurse sie im Rahmen des Angebots für ein oder für zwei Halbjahre verbindlich besuchen.
Die Leistung wird nicht bewertet, aber die Teilnahme am Vertiefungskurs wird auf dem Zeugnis vermerkt.

Schüleruni
In Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen (aber auch mit anderen erreichbaren Universitäten) ermöglichen wir es Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II (in der Regel der Jahrgangsstufe EF) am Schülerstudium an der Universität teilzunehmen.
Schülerinnen und Schüler können so am regulären Vorlesungs- und Seminarbetrieb der Universitäten teilnehmen und arbeiten dort gemeinsam mit den Studierenden. Eine Teilnahme an Prüfungen ist ebenfalls möglich, so dass unsere Schülerinnen und Schüler bereits Leistungsnachweise für ein späteres Studium erwerben können. Jedoch soll im Vordergrund das Kennenlernen des Faches und der universitären Arbeitsweise stehen. Auch soll insbesondere für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern kein Studium absolviert haben, die Hürde zum Ergreifen eines Studiums gesenkt werden.

Persönliche Beratung der Schüler und ihrer Eltern
Die persönliche Beratung von Schülerinnen und Schülern und Eltern liegt den Lehrern und Lehrerinnen des Lise-Meitner-Gymnasiums besonders am Herzen. Daher stehen in allen Jahrgangsstufen neben den Fach-und Klassenlehrern auch die StufenkoordinatorInnen für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung:

Für die Orientierungsstufe: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Für die Oberstufe: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, unterstützt durch die Beratungslehrer der einzelnen Jahrgangsstufen

Lehrerfortbildung
Das Kollegium des LMG nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil, die dem Bedarf der individuellen Förderung gerecht werden. Eine besondere Rolle spielen dabei schulinterne Fortbildungen an den Pädagogischen Tagen, z.B. zu den Themen „Kooperative Lernformen“ und „Lese-Rechtschreib-Schwäche“.