„Eine Klasse für sich“ sind die im Schuljahr 2009/10 ins Leben gerufenen Bläserklassen am Gelderner Lise-Meitner-Gymnasium. Seit dieser Zeit wird jeweils die Klasse 5b als Bläserklasse eingerichtet, in der – zusätzlich zum regulären Musikunterricht – das Erlernen eines Musikinstruments und Orchesterspiel angeboten wird. In Kooperation mit der Kreismusikschule erhalten die Schülerinnen und Schüler neben dem Vormittagsunterricht im Fach Musik an der Schule zudem an einem Nachmittag Unterricht in ihrem Instrument.
Zu Anfang des Schuljahres durchlaufen die Schüler dazu zunächst ein „Instrumentenkarussell“, um dann eine Auswahl für ihr Wunschinstrument zu treffen. So können die Schüler bei den Blechblasinstrumenten zwischen Trompete, Posaune, Euphonium und Tuba wählen und sich bei den Holzblasinstrumenten für Querflöte, Klarinette oder Saxophon entscheiden. Auch das Erlernen des Schlagzeugs ist möglich.
In dieser Besetzung hat die Klasse im Musikunterricht die Möglichkeit, gemeinschaftlich Ensembleerfahrung zu sammeln und auf diese Weise Musik spielerisch und praxisbezogen zu lernen. Darüber hinaus erwerben die Schülerinnen und Schüler Schlüsselqualifikationen wie Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit.
Neben den gemeinsamen Übungsstunden finden auch regelmäßig öffentliche Auftritte statt.

Informationen für die Bläserklasse 5b im Schuljahr 2017/18



Von Tuten und Blasen (k)eine Ahnung?! - Ein kurzer Rückblick auf die Bläserklassenzeit und -fahrt der 7b

„Juchuuh! Es geht auf eine Klassenfahrt!“ (Und das, nachdem wir doch gerade erst London unsicher gemacht hatten...)

Wir – das ist die Klasse 7 b – haben gegen Ende des Schuljahrs und als Vorbereitung unseres Abschlussauftritts beim Sommerkonzert „SOUNDS LIKE LISE“ (am 29. Juni) eine dreitägige Probenfahrt in die Jugendherberge Xanten unternommen. Während dieser Zeit haben „wir“ – in diesem Fall meinen wir damit uns „Nichtbläser“ – mit einigen unser musizierenden Mitschülerinnen und -schülern Interviews durchgeführt. Hier finden sich nun „exklusiv“ und zusammengefasst die wichtigsten Erkenntnisse aus unserer Quasi-Sozialstudie...

Aber erstmal alles „auf Anfang“:
Nun sind schon drei Jahre voller Auftritte, Übe-(Angst-☺)Schweiß und Emotionen vergangen. Die meisten der Befragten haben sich kurz vor ihrem Start am LMG dazu entschieden, in die Bläserklasse zu gehen, da sie ein Instrument erlernen und ihren Spaß an gemeinsamer Musik entdecken wollten. Hinzu kam, dass sich die meisten einen besseren Zusammenhalt in der Klasse gewünscht hatten, was sich dann auch tatsächlich alles in diesen herausfordernden drei Jahren bestätigt hat. Denn einerseits muss(te) man sich durch die Musik aufeinander abstimmen und z. B. im gleichen Takt spielen, und andererseits geht man dann auch mit den Emotionen (Nervosität vor dem Auftritt, Freude nach dem Applaus usw.) zusammen „durch Dick und Dünn“. Ziel war es, am Ende der sechsten oder mitlerweile schon siebten Klasse ein Instrument gut spielen zu können und dazu noch die Freude am Orchesterspiel zu erleben. Auf alle Fälle können wir nach allen Gesprächen insgesamt schon mal getrost im Navigationssystems-Ton festhalten: „Sie haben ihr Ziel erreicht.“

Alle Schülerinnen und Schüler, die wir berfragt haben, hatten nach der sechsten Klasse noch lange nicht genug und wollten unbedingt am angebotenen Modell einer „fortgeführten Bläserklasse“ teilnehmen und ein Jahr „dranhängen“, zumal uns Herr Kruse damals auch zugesagt hatte, sich in diesem Fall für eine gemeinsame Probenfahrt einzusetzen...
Auf besagter Probenfahrt haben unsere Musiker also einige Stunden (ca. 6-7 pro Tag!), und zwar ohne Klimaanlage, über ihren Musikstücken gebrütet und  geprobt . Von Filmmusik über Klassik  bis hin zur neueren und echt fetzigen Rock- und Popmusik war alles dabei. Was aus eigentlich allen Interviews herauszuhören war: Natürlich gibt es bei solch einem bunten Programm auch Werke, die man besonders mag, oder eben Stücke, die einem eben nicht besonders liegen, die man zumindest so in der eigenen Freizeit nicht ohne Weiteres hören würde. Ein „favorite“ der Musiker war auf jeden Fall das Stück „Happy“ von Pharell Williams, weil – so ein „O-Ton“ aus den Gesprächen – „es mit seinem Tempo und den Melodien einfach echt happy macht“. Hingegen ist das anspruchvollste Stück für einige in der Besetzung die Filmmusik aus den Harry-Potter-Filmen von John Williams, da es technisch schwierige Passagen enthält und auch mit allen Registereinsätzen sehr probeaufwendig ist. Alles in allem war es auch gerade bei eher (wenigstens eben geschichtlich) „alten“ Werken wie einem „Prélude“ vom französischen Komponisten Charpentier aus der Barockzeit interessant, dass eigentlich alle diese „klassischen“ Stücke nachher sehr gerne gespielt haben.
Fazit: Die Probenfahrt war – auch aus unserer Sicht, die wir als Nichtbläser nämlich neben dieser Jahresbericht-Recherche auch die Konzertmoderation erarbeitet haben – ein voller Erfolg! Bei aller Arbeit für das gemeinsame Ziel im Konzert hatten wir alle am Ende der Bläserklassenzeit noch einmal so richtig viel Spaß gemeinsam und haben die Zeit sehr genossen.
Auch Herr Kruse selbst übrigens hat die Zeit nach eigenen Angaben als sehr bereichernd erlebt: „Auch wenn es manchmal wirklich anstrengend war, alle oder möglichst viele immer weiter zu motivieren, alles aus sich herauszuholen, war es für mich mit dieser Klasse definitiv eine tolle Zeit!“

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