Italienaustausch Geldern – San Miniato / Toscana


Seit 2010 besteht der Kontakt zum Liceo G.Marconi in San Miniato in der Nähe von Pisa.
Schüler und Schülerinnen der Jahrgansstufe 11, die Italienisch belegt haben, bekommen seitdem die Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse sehr bald anzuwenden und zu vertiefen.
Sie gewinnen Einblick in den Alltag einer italienischen Familie und in das Freizeitverhalten gleichaltriger Jugendlicher, nehmen an einem Tag am Unterricht teil und gewinnen durch Exkursionen nach Pisa, Florenz und Siena einen ersten Eindruck von der Toskana.
Offensichtlich stimmt die Wellenlänge zwischen der deutschen und der italienischen Schülergruppe. Der Empfang ist stets so herzlich und das Gruppenerlebnis so positiv, dass beim tränenreichen Abschied am Flughaften in Pisa auch schon einmal fremde Mitreisende lächelnd feststellen: „ Sie haben wohl wirklich etwas für die Völkerverständigung getan!“
Häufig folgen im Anschluss an den Austausch private Treffen und manchmal entscheidet sich dann auch einer unserer Schüler für einen längeren Aufenthalt oder gar für ein Studienjahr in Italien.

 

Italienischaustausch 2016

Nachdem wir  bereits eine sehr tolle und spannende Woche mit unseren Italienern in Deutschland hatten, ging es nun für 22 deutsche Schüler vom FSG und vom LMG und die begleitenden Lehrerinnen Frau Cianchi und Frau Müller-Klein zum Gegenbesuch in die Toskana. Und nachdem hier das Aprilwetter mit Schnee, Hagel und nahezu arktischen Temperaturen noch mal voll zugeschlagen hatte, kam uns die Flucht in die Sonne gerade recht.
Der Flug ging- zum Leitwesen aller- schon um 9:00 Uhr, das bedeutet, wir mussten uns schon um halb sechs am Flughafen Weeze treffen. Aber das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, denn am Flughafen von Pisa erwarteten uns nicht nur unsere Austauschschüler und deren Familien, sondern auch sommerliche 20°C und Sonnenschein. In die Familien ging es dann allerdings nur für unser Gepäck- wir Schüler sind direkt in Pisa geblieben.  Der Plan war eigentlich mit allen zusammen (italienischen und deutschen Schülern +Lehrerinnen) in die Stadt zu fahren, aber da das nicht bei allen angekommen ist, haben sich auch einige selbstständig mit ihren Austauschschülern auf den Weg gemacht. Die anderen sind zusammen mit dem Bus zum Bahnhof gefahren und dann zum Piazza dei Miracoli gelaufen, wo auch der schiefe Turm steht. Auf dem Weg hatten wir dann noch die „verkürzte“ Stadtführung bei einer gebürtigen Pisanerin: Frau Cianchi. Dank ihr wissen wir jetzt auch, dass es in Pisa nicht nur, wie man vielleicht denken könnte, den schiefen Turm gibt, sondern dass die Stadt auch sehr viele andere Schönheiten zu bieten hat, welche man nur erkennen muss. Trotzdem haben wir uns natürlich auch den Turm angesehen, wo wir dann auch entlassen worden sind und den Rest des Tages dazu nutzten konnten Pisa auf eigene Faust zu erkunden. Wir sind dort auch ziemlich viel rumgelaufen und ich würde mal behaupten, jeder von uns ist nun in der Lage selbstständig vom Bahnhof zum Turm (und auch wieder zurück) zu finden…
Am Abend ging es dann in die Familien, wo wir die Gastfreundschaft italienischer Mütter am eigenen Leib erfahren haben und auch zum ersten Mal richtiges italienisches Essen probieren konnten. Etwas kaputt (es war ja ein langer Tag) und pappsatt (Woher soll man denn wissen, dass es mehrere Gänge gibt?) haben die meisten von uns sich abends noch im Park getroffen.
Zur Erklärung: unsere Austauschschüler wohnen in dem Ort „San Miniato“, welcher zwischen Pisa und Florenz liegt und in „San Miniato basso“ (das Tal), wo auch unsere Italiener wohnen und in „San Miniato alto“ (den Berg) unterteilt ist. Am Samstag haben wir Deutschen uns „San Miniato alto“ angeguckt, während unsere italienischen Freunde in der Schule waren (ja, in Italien ist auch samstags Schule). Wir haben uns dann gemeinsam mit einer italienischen Lehrerin den Dom und das Rathaus angeguckt, wo wir vom Bürgermeister persönlich begrüßt wurden und als kleines Geschenk jeweils ein Lesezeichen in Form des Turmes von San Miniato bekommen haben.
Den Nachmittag hatten wir dann zur freien Verfügung, was die Italiener genutzt haben, um mit uns in die kleine Stadt Empoli zu fahren, welche wir allerdings nur bei Regen besichtigen konnten. Viel zu sehen gab es dort aber ohnehin nicht sehr viel und wir sind für italienische Verhältnisse relativ früh zurückgekommen. Einer von uns musste dann im Zug leider feststellen, dass wir nicht die einzigen Deutschen in der Toskana sind und dass es deswegen auch noch andere Leute gibt, die Deutsch verstehen…
Den Abend haben die meisten von uns damit verbracht die Tanzflächen von San Miniato unsicher zu machen. Dabei konnten sowohl Frau Cianchis „Cari“, also auch Frau Müller-Kleins „Ragazzi“ von ihren Italienischkenntnissen profitieren, als das zuvor im Unterricht besprochene Lied von der Vespa „50 special“ gespielt wurde.
Da nach dem Abend alle noch müde waren, haben wir den Sonntag etwas ruhiger angehen lassen und sind mit dem Großteil der Gruppe nach Viareggio an den Strand gefahren. Dort sind wir an der Uferpromenade langgegangen, haben Eis gegessen (ja, das Eis in Italien ist besser als in Deutschland) und uns an den Strand gelegt. Ins Meer hat sich außer zwei (deutschen) Mädchen niemand getraut.
Am Montag war es dann nicht nur mit der Entspannung vorbei, sondern auch mit dem schönen Wetter. Auf dem Programm stand ein Tagesausflug nach Siena. Wir machten uns also mit Regenschirmen bewaffnet zuerst mit dem Bus und nachher weiter zu Fuß auf zur Chiesa di San Domenico, wo wir in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die Italiener haben dann eine italienische und die Deutschen leider nur eine deutsche Stadtführung bekommen. Wir haben dann mit der Besichtigung der Kirche angefangen und eine Lehrerin hat direkt die Gelegenheit genutzt und zur heiligen Katharina für besseres Wetter gebetet. Das Gebet wurde auch erhört und es blieb den Rest des Tages zwar bewölkt, aber es hat nicht mehr angefangen zu regnen. Die Reiseleiterin, welche übrigens sehr gut deutsch konnte, hat uns dann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Siena wie den Dom gezeigt. Außerdem wissen wir jetzt, dass in Siena zweimal jährlich der „Palio“, ein sehr berühmtes Pferderennen auf der Piazza del Campo stattfindet, welches DAS Ereignis in Siena darstellt. An genau diesem Platz wurden wir dann auch entlassen und wir hatten fast vier Stunden Zeit Shoppen und Essen zu gehen, wofür Siena viele Möglichkeiten bietet. Als wir uns dann nachher getroffen haben, um zurück zum Bus zu gehen, mussten wir feststellen, dass auch (italienische) Lehrer nicht immer genau wissen, wo es langgeht und dass man nicht einfach den anderen Leuten hinterherlaufen sollte…
Als wir dann gegen sieben Uhr wieder an der Schule angekommen sind, war für die Italiener der Tag aber noch lange nicht vorbei, also sind wir nach dem Abendessen noch alle zusammen in eine Bar gegangen, obwohl am nächsten Tag Schule war und zwar nicht nur für die Italiener, sondern auch für uns. Für uns war es echt mal interessant den italienischen Schulalltag mitzuerleben, wobei uns am meisten aufgefallen ist, dass die Lehrer gar keine Fragen stellen, sondern einfach nur reden. Und wer demnächst mal behauptet UNSERE Schule sei chaotisch und unorganisiert, der sollte wirklich mal nach Italien kommen.
Als Ausgleich dafür, dass in Italien samstags Schule ist, sind dafür die Nachmittage frei, was natürlich sofort für die nächste Unternehmung genutzt wurde: Inline-Skaten. Die Mutigen haben sich also Inliner ausgeliehen und sind ihre Runden auf der Bahn gedreht, während die anderen sich mit der Rolle des Zuschauers begnügt haben. Währenddessen haben die Deutschen Jungs mal den Italienern gezeigt, wie man so richtig Fußball spielt (zumindest haben sie es versucht) und zur besseren Unterstützung sind die Mädchen nach dem Skaten vorbei gekommen, um sich das Ende des Spiels anzugucken.
Am Mittwoch kamen wir dann zum eigentlichen Highlight der Reise: Florenz. Eine offizielle Stadtführung hatten wir nicht, aber wir sind vom Bahnhof zum Palazzo Pitti gelaufen und dabei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt  wie der Kathedrale Santa Maria del Fiore, den Uffizien, dem Palazzo Vecchio und der Ponte Vecchio vorbei gekommen. Als wir dann am Palazzo Pitti angekommen sind, wurden wir wieder aufgespalten: Deutsche und Italiener, damit wir uns die Führung durch die Galleria Palatina in der jeweiligen Sprache anhören konnten. Nachdem wir genug über die Kunstwerke gelernt hatten, konnten wir erstmal was essen, bevor wir uns in den wunderschönen Giardino di Boboli begeben hatten, welcher sich direkt hinter dem Palazzo befindet. Dort konnten wir uns endlich mal hinsetzten und ein bisschen entspannen, bevor wir uns einer der anstrengendsten Sportarten überhaupt, nämlich dem Shoppen gewidmet haben. Als wir uns dann nachher wieder am Bahnhof getroffen haben, mussten die Lehrer feststellen, dass nicht immer die Italiener die Unpünktlichen sind… Trotzdem haben wir den Zug bekommen und wir sind alle wieder um sieben in San Miniato gewesen. Also fast alle. Einer von uns konnte sich nicht mit dem Ende des Ausflugs abfinden und ist direkt noch eine Station weiter gefahren…
Nach so einem anstrengenden Tag hatten wir natürlich alle Hunger und was wäre in Italien besser geeignet um Hunger zu stillen als Pizza? Deswegen haben wir uns alle einfach abends nochmal getroffen um Pizza zu essen (und ja, auch die italienische Pizza schmeckt besser).
Die Woche ist so schnell vergangen und dann war schon der letzte Tag da. Unser letzter Ausflug ging zuerst zum Parco di Rimigliano, wo wir eine Führung durch den Wald hatten, worauf die deutschen Schüler und Schülerinnen nicht sehr begeistert reagiert haben. Die Führung war aber auch nicht sehr lange und wir sind dann zum Strand gegangen, wo wir uns aber auch nicht sehr lange aufgehalten haben. Es ging dann nämlich mit dem Bus weiter in den Nachbarort „Baratti“, wobei „Ort“ schon fast übertrieben ist, da dort abgesehen von zwei Restaurants und dem Strand gar nichts war. Wenigstens konnten wir uns da an den Strand legen und ein bisschen entspannen und einige deutsche Mädchen sind sogar schwimmen gegangen (wofür die Italiener sie für verrückt erklärt haben, weil es ja viel zu kalt wäre).
Nach dem Ausflug blieb uns noch ein bisschen Zeit zum Packen und zum Essen, bevor wir uns mit allen Schülern in einer Bar getroffen haben, wo wir mit alkoholfreien (!) Cocktails den letzten Abend ausklingen lassen konnten. Sogar die italienische Lehrerin, welche zwar mit in Deutschland war, das Programm in Italien aber nicht mitgemacht hat, ist extra noch gekommen, um sich von uns zu verabschieden.
Am nächsten Morgen ging es dann schon um Flughafen, wo einige Tränen geflossen sind und auch wenn die meisten sich wieder auf zu Hause gefreut haben, war der Austausch für uns alle eine tolle Erfahrung und auch diejenigen, die immer an ihrem Italienisch gezweifelt haben, haben erstaunt festgestellt, dass es ausreicht um etwas zu verstehen (vor allem weil einige Italiener schlechter Englisch sprechen, als wir Italienisch). Außerdem wissen wir nun, dass italienische Mütter wirklich alles für einen tuen und auch super kochen können.
Und auch wenn der Versuch der Lehrerinnen eine deutsche Schülerin zur Lässigkeit zu erziehen (leider) fehlgeschlagen ist und uns einige Kleinigkeiten ziemlich verwundert haben, wie zum Beispiel, dass man in Italien NIE barfuß oder mit nassen Haaren im Haus rumläuft oder dass Waschbecken auf den ersten Blick nicht immer als Waschbecken erkannt werden, kann man sagen letztendlich war es eine tolle Zeit für alle von uns und ich kann nur sagen es war: „Tutto molto bene“.

 

 

3. Liceum in Konin (Polen)

Die polnischen Austauschschüler waren in Geldern vom 20.3. - 27.3. 2014

Tagebuchauszug: Mittwoch, der 26. März 2014
Nachdem sich alle polnischen und deutschen Schüler und die Lehrer an der Haltestelle versammelt haben, sind alle gemeinsam mit dem Bus nach Xanten gefahren. Von da aus sind wir zum Hafen gelaufen, wo wir jeweils in Kleingruppen Minigolf (Adventuregolf) gespielt haben. Und obwohl manche Bahnen schwieriger als andere waren, hatten wir alle viel Spaß dabei! Als wir mit allen Bahnen fertig waren, sind wir zum Haus unserer Lehrerin gelaufen, die uns netterweise ihren Garten zum Grillen zur Verfügung gestellt hat. Es gab Würstchen, Getränke, Brötchen sowie allerlei Soßen und Beilagen. Danach kam ein professioneller Bogenschütze, der uns in einer zum Garten zugehörigen Wiese diesen Sport erklärte. Er stellte drei Zielscheiben auf und mit seiner Hilfe und seinen Anweisungen konnten wir einige Zeit lang selbst diesen Sport ausüben. Am Anfang war es etwas schwierig, doch schon nach einiger Zeit hatte man den Dreh raus! Danach fuhren wir alle mit dem Bus zurück nach Geldern. Es war ein sehr schöner und abwechslungsreicher Tag!

Luisa Marwinski und Esther Schragman


Bericht vom Austausch 2015

 

Der Schüleraustausch mit unseren französischen Partnerschulen
in Noisy-Le-Sec und Les Lilas
 
Der Schüleraustausch mit unseren Partnerschulen in Paris in diesem Schuljahr haben wieder viele Schüler am Frankreich-Austausch teilgenommen. Insgesamt waren es 47 Schülerinnen und Schüler, davon 38 vom LMG und neun vom FSG. Die französischen Austauschpartner haben uns zunächst vom 4. bis zum 11. April 2016 in Geldern besucht. Für unsere Gäste wurde ein schönes Programm erstellt. So haben wir am Dienstag, den 5. April in der Mensa des LMG ein Ökofrühstück organisiert, das allen sehr gut geschmeckt hat. Nachmittags wurde an den beiden Schulen ein Sportnachmittag durchgeführt. Die Schüler konnten zwischen mehreren Sportarten wählen und hatten sichtlich Spaß bei den sportlichen Wettkämpfen. Viele Sportlehrer der beiden Schulen haben die Austauschgruppe dabei unterstützt.
Am Mittwoch, den 6. April haben die französischen Partner einen Ausflug zu einem Museum nach Oberhausen gemacht und sind anschließend ins CentrO gegangen. Am Donnerstag, den 7. April, sind die französischen Schüler morgens zum Bowlingcenter gegangen, während ihre deutschen Partner im Unterricht saßen. Am Freitag, den 8. April fand ein gemeinsamer Ausflug aller Austauschpartner statt. Wir sind zuerst zum Kletterwald Niederrhein gefahren. Hier hatten alle Schüler sehr viel Spaß bei der Bewältigung der nach unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gestaffelten Routen, auch wenn einige Schüler sich bei ihrer Auswahl der Route übernommen hatten und abgeseilt werden mussten.
Das folgende Wochenende war dann für die Familiengestaltung vorgesehen. Die Schülerinnen und Schüler hatten bei den Freizeitaktivitäten, die sie mit ihren Familien geplant hatten, sehr viel Spaß.
Am Montag, den 11. April sind unsere französischen Partner wieder nach Frankreich gefahren. Doch die Vorfreude auf das bevorstehende Wiedersehen war schon groß.
So ist die deutsche Austauschgruppe am Mittwoch, den 18. Mai 2016 nach Paris aufgebrochen. Bereits am Donnerstag, den 19. Mai sind die deutschen Schüler ins Zentrum von Paris gefahren, während ihre Austauschpartner in der Schule blieben. An diesem Tag konnten die Schüler sich u.a. das Hôtel de Ville, Notre Dame sowie die Seine-Inseln anschauen. Auch das obligatorische „Shoppen in Paris“ kam nicht zu kurz. Sowohl beim Bummeln über den Boulevard Saint-Michel als auch in La Défense hatten die Schüler dazu die Gelegenheit. Am Freitag, den 20. Mai haben wir einen gemeinsamen Ausflug mit unseren französischen Partnern gemacht. Wir sind nach Versailles gefahren. Dort konnten die Schüler das Schloss wie auch die Gärten besichtigen.
Das Wochenende war wieder den Familien vorbehalten. Die französischen Gastfamilien haben ein reichhaltiges Programm erstellt, an dem unsere Schülerinnen und Schüler viel Spaß hatten.
Am Montag, den 23. Mai sind wir zunächst ohne unsere französischen Partner nach Paris gefahren. Wir waren in den Galéries Lafayette und am Montmartre. Die Schüler konnten dort die Kathedrale Sacré Cœur sowie den Place du Tertre besichtigen. Nachmittags sind dann unsere französischen Partner zu uns gestoßen. Gemeinsam haben wir dann eine Bootstour auf dem Canal St.-Martin gemacht. Nach der Tour konnten sich die Schüler dann im Quartier Bastille entspannen. Am Dienstag, den 24. Mai sind wir dann wieder ohne unsere Partner nach Paris gefahren. Dort haben wir dann vom Place Trocadéro aus den Eiffelturm sehen können und sind schließlich zum Eiffelturm gegangen. Anschließend haben wir eine Fahrt mit einem „bateau-mouche“ auf der Seine gemacht, von dem wir einen herrlichen Ausblick auf die Sehenswürdigkeiten von Paris hatten. Danach sind wir zum Arc de Triomphe gefahren, sind über die Champs Elysées flaniert und sind abschließend zum Louvre gegangen. Am 25. Mai hieß es dann „ Abschied nehmen“. Unter einigen Tränen sind wir dann Richtung Geldern wieder aufgebrochen.
Holger Herma

Austausch mit Paris 2016

 

Bouwens van der Boije College in Panningen (NL)
Besuch in Geldern
Am 20. Oktober 2015 und am 22. Oktober 2015 machte der Niederländischkurs von Herrn Lipke ein Austauschprojekt mit der Partnerschule Het Bouwens van der Boijecollege in Helden-Panningen in den Niederlanden. Wir arbeiteten an den Länderprojekten Türkei, Namibia und Indonesien gemeinsam mit den Austauschschülern. Am 20. Oktober trafen unsere Gäste um ca. 9:20 in Geldern ein. Nach dem bisschen Nachdenken, was man am besten nochmal zur Begrüßung sagt, machten wir ein paar Kennenlernspiele wie z.B. sich in einer Reihe nach der Größe zu ordnen. Wusste man sich mal nicht ganz zu verstehen, half man sich mit Englisch oder ``Zeichensprache``. Bis um ca. halb eins arbeiteten wir weiter an unseren Projekten, wo unter anderem die Aspekte geografische Lage, Allgemeines, Bräuche, Kleidung, kulinarische Gegebenheiten etc zu finden waren. Später gab es dann Mittagessen im Oberstufentrakt, wozu jeder der deutschen Schüler etwas beigesteuert hatte, wie z.B. Nudelsalat, Weckmänner, Donuts (danke Maike!!) und andere leckere Kleinigkeiten. Nach diesem Mittagessen zeigten wir den Niederländern unsere Schule, die sie angeblich sehr groß fanden.. naja ne.. Anschließend gingen wir in Gruppen in die Stadt, wo lustige Selfies entstanden, wir durch manche Läden liefen und die niederländischen Jungs ausprobieren wollten, wie denn hier holländische Pommes wohl so schmeckten. Die Verständigungsprobleme zwischen dem türkischen Verkäufer und den verzweifelten Ruben und Siem waren für alle Beteiligten recht lustig und hinterher kamen die zwei dann doch mit einer Schale Pommes strahlend aus der Pommesbude. Später mussten wir doch leider wieder zurück, denn um 15.00 Uhr stand bereits der Bus wieder an der Bollwerkturnhalle, um unsere niederländischen Gäste wieder nach Hause zu bringen.

Besuch in Panningen
Am 22. Oktober freuten wir uns glaube ich alle schon, die anderen wiederzusehen. Als wir dann an der Schule ankamen und uns die Münder beinahe offenstehen blieben - spätestens bei Betreten des Gebäudes - wurden wir herzlich von den Gastgebern empfangen. Gefühlt war die Schule doppelt so groß, und nichts gegen den Architekten unserer Schule, aber auch viel moderner. Mit einer Vielzahl von Räumen, Getränkeautomaten und sogar WLAN für die Schüler fühlten wir uns alle direkt pudelwohl. Ein paar Schüler zeigten uns die Schule und wir hatten fast nichts anderes zu sagen als: ´´Heel mooi´´(sehr schön) oder ámazing´oder lauter solcher Worte, die unsere Begeisterung über diese Schule ausdrücken sollten. Nach der Führung durch ein ´Lernparadies ´begannen wir wieder unsere Arbeit zur Fertigstellung der Projekte. Dies haben wir in Computerräumen zum Googeln, Schreiben und Drucken und in Kunsträumen zum Basteln von verschiedenen Dingen, wie zum Beispiel einer Moschee für die Gruppe Türkei gemacht. Um 12.00 Uhr war Mittagspause und wir bekamen belegte Baguette, Kakao und Vla (eine besondere Art von Pudding) zu essen, die vorher in der Küche zubereitet wurden. Um 12:30 war die Pause zu Ende, wir hatten bereits Pläne über das gleiche Austauschprojekt in der neunten Klasse geschmiedet, und wir begannen mit den Präsentationen. Für unsere niederländischen Freunde war diese Woche wie eine Art Projektwoche, es gab demnach natürlich noch viel mehr Ländergruppen als nur die drei, die wir bearbeitet hatten. Die Vorträge waren meist auf Niederländisch, trotzdem konnte man recht gut verstehen, was die Schüler erzählten. Um 15:00 Uhr machten wir uns wieder auf den Rückweg, jedoch hatten wir natürlich alle Handynummern ausgetauscht und hoffen, uns noch einmal wiedersehen zu können.

Schüleraustausch mit Panningen/NL

Dienstag war es wieder soweit: Die Schüler aus Panningen vom Bouwens van der Boije College besuchten unsere Schule. Neben der gemeinsamen Arbeit an einem Projekt, das am nächsten Tag in Panningen vorgestellt wurde, lernten die Schüler bei einem gemeinsamen Besuch des Mühlenturmes und der Kasematten die Stadt Geldern näher kennen.

Am Mittwoch ging es dann nach Panningen - in der Projektwoche im Bouwens van der Boije College wurden die gemeinsamen Arbeiten zum Thema "Länderportraits" vorgestellt.


"Das Projekt 'Verleg je grenzen' wird im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) mitfinanziert."

Panningen 2016


Kandinsky-College in Nimwegen

Uitwisseling Geldern – Nimwegen 2016

Wie in jedem Jahr fand auch dieses Jahr wieder ein Schüleraustausch in der Jahrgangsstufe 9 mit einer niederländischen Schule statt. Es ging nach Nimwegen zum „Kandinsky College“. Über ein Video-Projekt, E-Mails und die sozialen Netzwerke hatten wir schon Monate vorher Kontakt gehabt und an Texten für ein gemeinsames Buch gearbeitet. Jetzt durften wir unsere Austauschpartner in Geldern persönlich willkommen heißen.
Also trafen wir uns alle am Mittwoch, dem 20. April 2016, vor unserer Schule und begrüßten zusammen die Niederländer, bevor wir Zeit hatten, mit unseren Partnern in Ruhe Kontakt aufzunehmen. Zusammen gingen wir auf unseren Schulhof, um uns durch diverse Kennenlernspiele persönlich noch einmal vorzustellen. Es folgte eine Führung durch unser Schulgebäude in kleinen Gruppen.
Und schon war der erste Tag mit den Gästen am LMG vorbei und wir hatten noch Zeit, alleine oder in Gruppen etwas mit unseren Austauschpartnern, die die Nacht als Gäste in unseren Familien verbrachten, außerschulisch zu unternehmen.
Am nächsten Morgen ging es dann wieder zu unserer Schule. Zusammen haben wir den Texten für unser gemeinsames Buch den letzten Feinschliff gegeben. Unser eigenes Buch handelt von touristischen „Geheimtipps“ in Geldern, Nimwegen oder der jeweiligen Umgebung. Der „Clou“ dabei: Alle niederländischen Texte sind von Deutschen geschrieben, und die deutschsprachigen „Tipps“ stammen von Niederländern. Die jeweiligen Muttersprachler haben aber alles auf sprachliche Korrektheit überprüft!
Um unseren Gästen aus der „provincie Gelderland“ auch etwas von Geldern zu zeigen, unternahmen wir noch zusammen mit unseren Lehrern Frau Grütters, Herrn Halmanns und Herrn Pieper aus Nimwegen eine kleine Exkursion zum Mühlenturm von Geldern, um die schöne Aussicht, aber auch die alten, unterirdischen Kasematten zu bewundern. Anschließend ging es dann ins Stadtzentrum. Bevor es dann „ab nach Nimwegen“ hieß, genossen wir noch Pizza, für die wir uns alle zusammen wieder in der LMG-Mensa trafen.
Um 13.30 Uhr sind wir gemeinsam mit dem Bus zum Kandinsky College gefahren. Nach ungefähr einer Stunde Fahrzeit kamen wir in Nijmegen an, und unsere Austauschpartner haben uns ihre Schule gezeigt. Wir waren uns schnell einig, dass diese wirklich schön und sehr modern ausgestattet ist. Anschließend fuhren wir zu unseren Gastfamilien, die für uns ein kleines Abendprogramm vorbereitet hatten. Die Gastfamilien waren sehr freundlich, und wir haben uns sofort wohlgefühlt.
Nach einer (eher kurzen) Nacht ging es am nächsten Morgen auch schon weiter. Unser letzter Tag begann mit einer Unterrichtsstunde über die Geschichte von Nijmegen, die der niederländische Lehrer sehr interessant gestaltet hat. Danach folgte Programm in der Innenstadt. Die meisten von uns sind mit dem Fahrrad dorthin gefahren. Zuerst haben wir die Stadt mit Hilfe einer Stadtrallye kennengelernt. Dabei mussten wir Fragen über bestimmte Gebäude und Sehenswürdigkeiten beantworten. Die Gruppe mit den meisten richtigen Antworten erhielt einen Preis. Nach der Siegerehrung waren wir ziemlich hungrig. Zum Glück gab es zur Stärkung erst einmal Pommes, und als Beilage durften wir uns noch eine niederländische Spezialität, z.B. „kroket“ oder „frikandel“, aussuchen. Danach konnten wir in der schönen Innenstadt noch ein bisschen shoppen und Andenken kaufen. Dann mussten wir uns leider schon von unseren Austauschpartnern verabschieden. Die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Der Austausch hat uns großen Spaß gemacht, und wir wären gern noch länger in Nimwegen geblieben.
Laura Marie Tuschen und Hannah Wollny, Jahrgangstufe 9

Nimwegen 2016

 

 

 

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