Einen Satz den man oft als Begründung hört, Italienisch als Fremdsprache zu wählen? Wegen des Austausches!

Nun, am 16. März war es für uns, den Italienischkurs der Q1 dann endlich so weit: unsere Austauschschüler kamen in Düsseldorf am Flughafen an. Nach langer Zeit des schriftlichen Kontakts freuten wir uns, sie endlich persönlich kennen zu lernen.

Direkt zur Begrüßung waren unsere Gäste sehr herzlich, umarmten uns und küssten uns. Empfangen wurden die Italiener –natürlich- von schlechtem, kalten Wetter. Das fanden sie aber weniger schlimm, noch weniger die Tatsache, dass es in den folgenden Tagen schneien sollte, denn in Italien hat man nicht oft solch kalte Temperaturen und somit war das, was für uns einfach nur nervig und kalt ist für unsere Austauschpartner ein zusätzliches Highlight.
Nach dem ersten Kennenlernen zwischen deutschen Familien und Italienern veranstalteten wir am Abend eine kleine Willkommensparty und wurden direkt in die italienischen Tänze (natürlich auf spanische Lieder - versteht sich) eingeführt.
Da wir Schüler leider mitten in der Klausurphase gesteckt haben, mussten die Italiener viele Ausflüge ohne uns machen, beispielsweise nach Düsseldorf, Xanten oder Kempen. Nur am Donnerstag strotzten wir Wind und Wetter gemeinsam bei einer von Frau Cianchi vorgetragenen Führung in Köln. Dies war leider auch schon der letzte Abend, und nachdem wir die vorherigen oft in getrennten Gruppen verbracht haben, haben wir noch eine letzte gemeinsame Party veranstaltet. Wir haben den Abend gut ausklingen lassen und konnten uns am nächsten Morgen noch den Abigag ansehen, bevor wir unsere Gäste schon wieder zum Flughafen bringen mussten. Nachdem wir uns von ihnen schweren Herzens verabschiedet hatten, fielen die meisten von uns erst Mal müde ins Bett, denn die Woche war doch ziemlich anstrengend.

Ungefähr einen Monat später stand dann der Gegenbesuch an. Wir freuten uns alle riesig, neben Pizza, Sonne und Eis natürlich auch auf unsere Partner. In Pisa, wo wir landeten, begrüßten uns die Italiener sehr herzlich und dann ging es erstmal zu den Familien nach Hause. Am Abend veranstalteten die Italiener ebenfalls eine Feier und wir hatten viel Spaß. Auch der nächste Tag, an dem wir eine kleine Führung durch San Miniato, die Heimatstadt unserer Italiener, machten, war sehr schön, vor allem da das Wetter auch perfekt und sonnig war. Am Sonntag besuchten wir Siena und verbrachten viel Zeit auf dem berühmten Piazza del Campo. Nachdem wir uns Montags die italienische Schule angesehen hatten, fuhren wir Dienstags nach Florenz, eine Stadt, welche uns alle sehr beeindruckt hat. Am Mittwoch, einem Feiertag im Italien, ging es für uns nach Viareggio an den Strand und die meisten von uns kehrten mit einem Sonnenbrand heim. Den nächsten Tag, den leider letzten Tag, verbrachten wir in Pisa und machten viele Fotos mit dem schiefen Turm. Abend gab es wieder eine Party, und es wurde sehr viel in Erinnerungen geschwelgt und gelacht. Nach einem tränenreichen Abschied ging es dann am Freitag leicht melancholisch wieder in das kalte, verregnete Deutschland zurück.
Insgesamt haben wir sehr viel über die italienische Kultur erfahren, beispielsweise dass man sich oft bis spät abends mit seinen Freunden bei Sportveranstaltungen trifft, oder dass man auch noch während des Studiums oder der Ausbildung bei seinen Eltern wohnen bleibt. Für mehr spannende Fakten lest euch gerne den Artikel in der LMG-App durch.
Nele Aßmann, Q1

Italienaustausch Geldern – San Miniato / ToscanaSeit 2010 besteht der Kontakt zum Liceo G.Marconi in San Miniato in der Nähe von Pisa.

Schüler und Schülerinnen der Jahrgansstufe 11, die Italienisch belegt haben, bekommen seitdem die Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse sehr bald anzuwenden und zu vertiefen.
Sie gewinnen Einblick in den Alltag einer italienischen Familie und in das Freizeitverhalten gleichaltriger Jugendlicher, nehmen an einem Tag am Unterricht teil und gewinnen durch Exkursionen nach Pisa, Florenz und Siena einen ersten Eindruck von der Toskana.
Offensichtlich stimmt die Wellenlänge zwischen der deutschen und der italienischen Schülergruppe. Der Empfang ist stets so herzlich und das Gruppenerlebnis so positiv, dass beim tränenreichen Abschied am Flughaften in Pisa auch schon einmal fremde Mitreisende lächelnd feststellen: „ Sie haben wohl wirklich etwas für die Völkerverständigung getan!“
Häufig folgen im Anschluss an den Austausch private Treffen und manchmal entscheidet sich dann auch einer unserer Schüler für einen längeren Aufenthalt oder gar für ein Studienjahr in Italien.

Italienischaustausch 2016

Nachdem wir  bereits eine sehr tolle und spannende Woche mit unseren Italienern in Deutschland hatten, ging es nun für 22 deutsche Schüler vom FSG und vom LMG und die begleitenden Lehrerinnen Frau Cianchi und Frau Müller-Klein zum Gegenbesuch in die Toskana. Und nachdem hier das Aprilwetter mit Schnee, Hagel und nahezu arktischen Temperaturen noch mal voll zugeschlagen hatte, kam uns die Flucht in die Sonne gerade recht.
Der Flug ging- zum Leitwesen aller- schon um 9:00 Uhr, das bedeutet, wir mussten uns schon um halb sechs am Flughafen Weeze treffen. Aber das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, denn am Flughafen von Pisa erwarteten uns nicht nur unsere Austauschschüler und deren Familien, sondern auch sommerliche 20°C und Sonnenschein. In die Familien ging es dann allerdings nur für unser Gepäck- wir Schüler sind direkt in Pisa geblieben.  Der Plan war eigentlich mit allen zusammen (italienischen und deutschen Schülern +Lehrerinnen) in die Stadt zu fahren, aber da das nicht bei allen angekommen ist, haben sich auch einige selbstständig mit ihren Austauschschülern auf den Weg gemacht. Die anderen sind zusammen mit dem Bus zum Bahnhof gefahren und dann zum Piazza dei Miracoli gelaufen, wo auch der schiefe Turm steht. Auf dem Weg hatten wir dann noch die „verkürzte“ Stadtführung bei einer gebürtigen Pisanerin: Frau Cianchi. Dank ihr wissen wir jetzt auch, dass es in Pisa nicht nur, wie man vielleicht denken könnte, den schiefen Turm gibt, sondern dass die Stadt auch sehr viele andere Schönheiten zu bieten hat, welche man nur erkennen muss. Trotzdem haben wir uns natürlich auch den Turm angesehen, wo wir dann auch entlassen worden sind und den Rest des Tages dazu nutzten konnten Pisa auf eigene Faust zu erkunden. Wir sind dort auch ziemlich viel rumgelaufen und ich würde mal behaupten, jeder von uns ist nun in der Lage selbstständig vom Bahnhof zum Turm (und auch wieder zurück) zu finden…
Am Abend ging es dann in die Familien, wo wir die Gastfreundschaft italienischer Mütter am eigenen Leib erfahren haben und auch zum ersten Mal richtiges italienisches Essen probieren konnten. Etwas kaputt (es war ja ein langer Tag) und pappsatt (Woher soll man denn wissen, dass es mehrere Gänge gibt?) haben die meisten von uns sich abends noch im Park getroffen.
Zur Erklärung: unsere Austauschschüler wohnen in dem Ort „San Miniato“, welcher zwischen Pisa und Florenz liegt und in „San Miniato basso“ (das Tal), wo auch unsere Italiener wohnen und in „San Miniato alto“ (den Berg) unterteilt ist. Am Samstag haben wir Deutschen uns „San Miniato alto“ angeguckt, während unsere italienischen Freunde in der Schule waren (ja, in Italien ist auch samstags Schule). Wir haben uns dann gemeinsam mit einer italienischen Lehrerin den Dom und das Rathaus angeguckt, wo wir vom Bürgermeister persönlich begrüßt wurden und als kleines Geschenk jeweils ein Lesezeichen in Form des Turmes von San Miniato bekommen haben.
Den Nachmittag hatten wir dann zur freien Verfügung, was die Italiener genutzt haben, um mit uns in die kleine Stadt Empoli zu fahren, welche wir allerdings nur bei Regen besichtigen konnten. Viel zu sehen gab es dort aber ohnehin nicht sehr viel und wir sind für italienische Verhältnisse relativ früh zurückgekommen. Einer von uns musste dann im Zug leider feststellen, dass wir nicht die einzigen Deutschen in der Toskana sind und dass es deswegen auch noch andere Leute gibt, die Deutsch verstehen…
Den Abend haben die meisten von uns damit verbracht die Tanzflächen von San Miniato unsicher zu machen. Dabei konnten sowohl Frau Cianchis „Cari“, also auch Frau Müller-Kleins „Ragazzi“ von ihren Italienischkenntnissen profitieren, als das zuvor im Unterricht besprochene Lied von der Vespa „50 special“ gespielt wurde.
Da nach dem Abend alle noch müde waren, haben wir den Sonntag etwas ruhiger angehen lassen und sind mit dem Großteil der Gruppe nach Viareggio an den Strand gefahren. Dort sind wir an der Uferpromenade langgegangen, haben Eis gegessen (ja, das Eis in Italien ist besser als in Deutschland) und uns an den Strand gelegt. Ins Meer hat sich außer zwei (deutschen) Mädchen niemand getraut.
Am Montag war es dann nicht nur mit der Entspannung vorbei, sondern auch mit dem schönen Wetter. Auf dem Programm stand ein Tagesausflug nach Siena. Wir machten uns also mit Regenschirmen bewaffnet zuerst mit dem Bus und nachher weiter zu Fuß auf zur Chiesa di San Domenico, wo wir in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die Italiener haben dann eine italienische und die Deutschen leider nur eine deutsche Stadtführung bekommen. Wir haben dann mit der Besichtigung der Kirche angefangen und eine Lehrerin hat direkt die Gelegenheit genutzt und zur heiligen Katharina für besseres Wetter gebetet. Das Gebet wurde auch erhört und es blieb den Rest des Tages zwar bewölkt, aber es hat nicht mehr angefangen zu regnen. Die Reiseleiterin, welche übrigens sehr gut deutsch konnte, hat uns dann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Siena wie den Dom gezeigt. Außerdem wissen wir jetzt, dass in Siena zweimal jährlich der „Palio“, ein sehr berühmtes Pferderennen auf der Piazza del Campo stattfindet, welches DAS Ereignis in Siena darstellt. An genau diesem Platz wurden wir dann auch entlassen und wir hatten fast vier Stunden Zeit Shoppen und Essen zu gehen, wofür Siena viele Möglichkeiten bietet. Als wir uns dann nachher getroffen haben, um zurück zum Bus zu gehen, mussten wir feststellen, dass auch (italienische) Lehrer nicht immer genau wissen, wo es langgeht und dass man nicht einfach den anderen Leuten hinterherlaufen sollte…
Als wir dann gegen sieben Uhr wieder an der Schule angekommen sind, war für die Italiener der Tag aber noch lange nicht vorbei, also sind wir nach dem Abendessen noch alle zusammen in eine Bar gegangen, obwohl am nächsten Tag Schule war und zwar nicht nur für die Italiener, sondern auch für uns. Für uns war es echt mal interessant den italienischen Schulalltag mitzuerleben, wobei uns am meisten aufgefallen ist, dass die Lehrer gar keine Fragen stellen, sondern einfach nur reden. Und wer demnächst mal behauptet UNSERE Schule sei chaotisch und unorganisiert, der sollte wirklich mal nach Italien kommen.
Als Ausgleich dafür, dass in Italien samstags Schule ist, sind dafür die Nachmittage frei, was natürlich sofort für die nächste Unternehmung genutzt wurde: Inline-Skaten. Die Mutigen haben sich also Inliner ausgeliehen und sind ihre Runden auf der Bahn gedreht, während die anderen sich mit der Rolle des Zuschauers begnügt haben. Währenddessen haben die Deutschen Jungs mal den Italienern gezeigt, wie man so richtig Fußball spielt (zumindest haben sie es versucht) und zur besseren Unterstützung sind die Mädchen nach dem Skaten vorbei gekommen, um sich das Ende des Spiels anzugucken.
Am Mittwoch kamen wir dann zum eigentlichen Highlight der Reise: Florenz. Eine offizielle Stadtführung hatten wir nicht, aber wir sind vom Bahnhof zum Palazzo Pitti gelaufen und dabei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt  wie der Kathedrale Santa Maria del Fiore, den Uffizien, dem Palazzo Vecchio und der Ponte Vecchio vorbei gekommen. Als wir dann am Palazzo Pitti angekommen sind, wurden wir wieder aufgespalten: Deutsche und Italiener, damit wir uns die Führung durch die Galleria Palatina in der jeweiligen Sprache anhören konnten. Nachdem wir genug über die Kunstwerke gelernt hatten, konnten wir erstmal was essen, bevor wir uns in den wunderschönen Giardino di Boboli begeben hatten, welcher sich direkt hinter dem Palazzo befindet. Dort konnten wir uns endlich mal hinsetzten und ein bisschen entspannen, bevor wir uns einer der anstrengendsten Sportarten überhaupt, nämlich dem Shoppen gewidmet haben. Als wir uns dann nachher wieder am Bahnhof getroffen haben, mussten die Lehrer feststellen, dass nicht immer die Italiener die Unpünktlichen sind… Trotzdem haben wir den Zug bekommen und wir sind alle wieder um sieben in San Miniato gewesen. Also fast alle. Einer von uns konnte sich nicht mit dem Ende des Ausflugs abfinden und ist direkt noch eine Station weiter gefahren…
Nach so einem anstrengenden Tag hatten wir natürlich alle Hunger und was wäre in Italien besser geeignet um Hunger zu stillen als Pizza? Deswegen haben wir uns alle einfach abends nochmal getroffen um Pizza zu essen (und ja, auch die italienische Pizza schmeckt besser).
Die Woche ist so schnell vergangen und dann war schon der letzte Tag da. Unser letzter Ausflug ging zuerst zum Parco di Rimigliano, wo wir eine Führung durch den Wald hatten, worauf die deutschen Schüler und Schülerinnen nicht sehr begeistert reagiert haben. Die Führung war aber auch nicht sehr lange und wir sind dann zum Strand gegangen, wo wir uns aber auch nicht sehr lange aufgehalten haben. Es ging dann nämlich mit dem Bus weiter in den Nachbarort „Baratti“, wobei „Ort“ schon fast übertrieben ist, da dort abgesehen von zwei Restaurants und dem Strand gar nichts war. Wenigstens konnten wir uns da an den Strand legen und ein bisschen entspannen und einige deutsche Mädchen sind sogar schwimmen gegangen (wofür die Italiener sie für verrückt erklärt haben, weil es ja viel zu kalt wäre).
Nach dem Ausflug blieb uns noch ein bisschen Zeit zum Packen und zum Essen, bevor wir uns mit allen Schülern in einer Bar getroffen haben, wo wir mit alkoholfreien (!) Cocktails den letzten Abend ausklingen lassen konnten. Sogar die italienische Lehrerin, welche zwar mit in Deutschland war, das Programm in Italien aber nicht mitgemacht hat, ist extra noch gekommen, um sich von uns zu verabschieden.
Am nächsten Morgen ging es dann schon um Flughafen, wo einige Tränen geflossen sind und auch wenn die meisten sich wieder auf zu Hause gefreut haben, war der Austausch für uns alle eine tolle Erfahrung und auch diejenigen, die immer an ihrem Italienisch gezweifelt haben, haben erstaunt festgestellt, dass es ausreicht um etwas zu verstehen (vor allem weil einige Italiener schlechter Englisch sprechen, als wir Italienisch). Außerdem wissen wir nun, dass italienische Mütter wirklich alles für einen tuen und auch super kochen können.
Und auch wenn der Versuch der Lehrerinnen eine deutsche Schülerin zur Lässigkeit zu erziehen (leider) fehlgeschlagen ist und uns einige Kleinigkeiten ziemlich verwundert haben, wie zum Beispiel, dass man in Italien NIE barfuß oder mit nassen Haaren im Haus rumläuft oder dass Waschbecken auf den ersten Blick nicht immer als Waschbecken erkannt werden, kann man sagen letztendlich war es eine tolle Zeit für alle von uns und ich kann nur sagen es war: „Tutto molto bene“.

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