Schwarz-grüne Koalition am Lise
Zum ersten Mal finden Juniorwahlen für die gesamte Oberstufe des LMG statt. Der Leistungskurs der Q2 des LMG wird die Bundestagswahl 2017 so schnell nicht vergessen, denn neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Wahlkampf, den Programmen und Kandidaten der einzelnen Parteien im Unterricht fungierten die Kursteilnehmer in diesem Jahr als Wahlvorstände und Wahlhelfer, um für über 300 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe die Juniorwahl am Lise zu organisieren.

 

Das bundesweite Projekt „Juniorwahl“ versucht zukünftige und tatsächliche Erstwähler für die Wahrnehmung des persönlichen Wahlrechts und die Teilhabe an der deutschen Demokratie zu begeistern, indem es logistische und inhaltliche Hilfe für die Durchführung von Wahlen an Schulen bietet. So hatte sich die Fachkonferenz Sozialwissenschaften/Politik schon Monate vor dem Wahltermin bei der Projektkoordination der Juniorwahl gemeldet, um Wahlkabinen, Original-Wahlzettel im Kleinformat, Wählerverzeichnisse, Wahlbenachrichtigungen und Wahlurnen zu ordern.

In den Klassen und Kursen der Ober- und Mittelstufe standen dann zum Schuljahresende 2016/17 zunächst einmal Unterrichtsreihen zum Thema Wahlen im Politik- und sozialwissenschaftlichen Unterricht an, ehe zu Schuljahresbeginn 2017/18 der Wahlakt von Schülern für Schüler vorbereitet wurde. Unter der Leitung der Wahlvorstände Lissa Peters, Steffen Dennert und Pauline Janssen organisierte der Sowi-LK der Q2 den gesamten Wahlgang: Wählerverzeichnisse wurden angelegt, 302 Wahlbenachrichtigungen an die Kurse der Oberstufe ausgegeben und schlussendlich ein Wahllokal eingerichtet. Spätestens mit Aushändigung der Wahlbenachrichtigungen richtete sich die Aufmerksamkeit der gesamten Oberstufe auf den schulinternen Wahltermin, vor allem aber auf den tatsächlichen Bundestagswahlkampf: Spitzenkandidaten wurden gegoogelt, Parteiprogramme studiert und der Wahl-O-Mat bemüht. Vor allem aber wurde auf den Gängen des Oberstufengebäudes über Politik diskutiert, gestritten und bisweilen sogar Stimmung gemacht für die persönlichen Favoriten.

Zehn Tage vor dem eigentlichen Wahltermin hieß es dann für die Oberstufe des Lise „Bereitmachen zum Urnengang“. Mit ihren Wahlbenachrichtigungen und dem Personalausweis in der Hand machten sich die einzelnen Stufen kursweise zu den im Aushang genannten Wahlterminen auf den Weg ins Wahllokal, wo Wahlvorstand und Wahlhelfer souverän für einen geordneten Wahlgang sorgten. Nach insgesamt drei Wahltagen erfolgte die Auszählung durch die Wahlhelfer, wobei das Ergebnis erst nach der tatsächlichen Bundestagswahl veröffentlicht werden durfte.

Für die Veröffentlichung wählte der Sowi-LK einen besonders gelungenen Weg: Im Haus von Luisa Deppe traf man sich zur Wahlparty, wartete auf die 18-Uhr-Hochrechung zur Bundestagswahl und diskutierte dann bei Pizza und gekühlten Getränken gemeinsam das Bundesergebnis im Verhältnis zum Lise-Resultat.

Am Montag nach der Wahl wurde dann die Schulöffentlichkeit über einen von Steffen Dennert grafisch aufbereiteten Aushang umfänglich über den Ausgang der Juniorwahl im Verhältnis zur Bundestagswahl informiert.

In Kürze sehen die Lise-Ergebnisse so aus: 78% Wahlbeteiligung (trotz laufender Schüleraustausche), eine schwarz-grüne Regierungsoption, ein CDU-Direktmandat für Stefan Rouenhoff und vor allem kaum AfD-Wähler.

Detaillierte Wahlinformationen finden sich unter juniorwahl.de im Netz.

c-bra2017