Stefan Rouenhoff, Bundestagsabgeordneter des Kreises Kleve, ist Schirmherr des Projekts ,,erlebe IT“ und war in dieser Funktion am 04.06.2018 zu Gast am LMG.

Auf der Agenda stand die Besichtigung der Projekte, die zuvor im Rahmen eines Workshops von Schülerinnen und Schülern der fünften Klasse auf Grundlage eines Mini-Computers gebastelt wurden.
Digitalisierung ist ein Phänomen unserer Zeit, das uns auch im Schulalltag vor viele neue Herausforderungen stellt. Der korrekte Umgang mit digitalen Medien muss Schülern und auch Lehrern daher besser vermittelt werden. Aus diesem Grund unterstützt Stefan Rouenhoff die Initiative „erlebe IT“. Im Anschluss an die Vorstellung der Projektergebnisse konnten noch Fragen an den Bundestagsabgeordneten gerichtet werden.

Digitalisierung ist ein Phänomen, das uns vor viele neue Herausforderungen stellt. Digitale Kompetenzen gewinnen immer mehr an Bedeutung, auch im Schulalltag. Der korrekte Umgang mit digitalen Medien muss Schülern und auch Lehrern daher besser vermittelt werden. Aus diesem Anlass war Stefan Rouenhoff, Bundestagsabgeordneter des Kreises Kleve und Schirmherr des Projekts ,,Erlebe IT“ für den Kreis Kleve, am 4. Juni 2018 zu Gast am Lise-Meitner-Gymnasium in Geldern. Auf der Agenda stand unter anderem die Besichtigung einiger Projekte, die zuvor im Rahmen des Projekts ,,Erlebe IT“ von Schülerinnen und Schülern der fünften Klasse gebastelt wurden. Im Anschluss konnten wir vom Meitnerium noch Fragen an den Bundestagsabgeordneten richten.

Meitnerium:
Was machen Sie eigentlich, wenn Sie gerade keine Sitzung haben?

Rouenhoff:
Es kommt tatsächlich sehr selten vor, dass ich ,,Freizeit“ habe. Häufig bin ich auch außerhalb von Sitzungen damit beschäftigt, mich mit Fachexperten und Stakeholdern auszutauschen. Das mache ich, um begründete und gut überlegte Entscheidungen bei den Themen fällen zu können, die ich behandle. Neben meiner Abgeordnetentätigkeit in Berlin bin ich auch sehr viel im Kreis Kleve unterwegs und besuche immer wieder auch öffentliche Einrichtungen, wie zum Beispiel eure Schule. Wenn ich wirklich einmal Freizeit habe, verbringe ich diese gerne mit meinen Freunden und meiner Familie. Für Sport reicht die Zeit leider kaum, wie man mir ansieht. (lacht)

Meitnerium:
Digitalisierung wird heutzutage immer wichtiger. Das erkennt man schon daran, dass 90 % der zukünftigen Berufe digitale Kompetenzen erfordern. Laut einer ICILS-Studie haben jedoch 30 % der Achtklässler nur rudimentäre Kenntnisse im Umgang mit Computern. Wie kann man diesen Schüler einen besseren Umgang mit Technik vermitteln?

Rouenhoff:
Der digitale Wandel zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er sehr schnell vonstattengeht. Viele der technischen Entwicklungen waren vor zehn Jahren noch nicht absehbar. Der digitale Wandel hat dazu geführt, dass es auch an vielen Schulen erheblichen Nachholbedarf gibt, sowohl bei der Technik als auch beim Personal. Hier steht natürlich die Politik ein Stück weit in der Pflicht. Einen großen Erfolg, den wir bei uns im Kreis Kleve verzeichnen können ist, dass künftig über 90 Schulen zusätzlich ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Aber Technik, Personal und Infrastruktur ist nicht alles: Wir müssen verstärkt die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung und die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Veränderungen diskutieren. Neuen Entwicklungen in diesem Bereich sollten wir möglichst ohne Vorurteile begegnen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung sind Projekte wie dieses, bei dem Schülern z.B. Programmierkenntnisse vermittelt werden. Dafür werbe ich tatkräftig.

Meitnerium:
Es ist ja nicht ausreichend, allein die nötige Infrastruktur zu beschaffen, sondern der Umgang mit eben diesen muss den Lehrern auch angemessen vermittelt werden. Es gibt ja auch an unserer Schule bereits Klassenzimmer, die mit modernen Smartboards ausgestattet sind, welche von den Lehrern aber wie herkömmliche Tafeln genutzt werden.

Rouenhoff:
Richtig ist, dass sich Lehrer weiterbilden sollten, um mit dem digitalen Wandel Schritt halten zu können. Hier sollten immer wieder die guten Weiterbildungsangebote in diesem Bereich genutzt werden. Um mehr Zeit für den Informatik-Unterricht und zusätzliche Informatik-Angebote für Schüler zu haben, ist es womöglich auch sinnvoll, Informatik-Lehrer zeitlich an anderer Stelle zu entlasten. So könnten Wartungsarbeiten der Schul-IT, die an Schulen häufig von Informatik-Lehrern durchgeführt werden, auch durch externe Dienstleister abgegeben werden. In dieser Angelegenheit habe ich eben noch ein Gespräch mit eurem Schulleiter geführt.

Meitnerium:
Können Sie sich vorstellen, dass eine unserer Erfindungen so auch tatsächlich verwendet werden kann?

Rouenhoff:
Wenn ihr euch entscheidet, den Berufsweg eines Informatikers oder Programmierers einzuschlagen, kann ich mir gut vorstellen, dass ihr damit sehr erfolgreich sein und viele Erfindungen entwickeln könnt, die wir dann irgendwann einmal zu Hause nutzen werden.
Über den Besuch von Herrn Rouenhoff an unserer Schule haben wir uns sehr gefreut. Wir sind sehr gespannt, mit welchen Entwicklungen wir in der Zukunft an unserer Schule zu rechnen haben.

Text: Anna Schöndeling und Lena Bexte

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