Nachdem unsere Niederländischen Austauschschüler einen Tag lang unsere Schule erkundet haben, waren wir am 23.1 damit dran uns mal ihre Schule anzugucken. Wir besuchten unsere Austauschschüler am NSG in Njimegen und durften einen Schultag an einer modernen Schule mit Tablets, Laptops sowie mehr als doppelt so vielen Schülern als auf unserer Schule erleben.



Es war der 22.01.2018, 8:00 Morgens und der Niederländischkurs der Jahrgangsstufe 8 blockierte die Mensa, obwohl er eigentlich erst eine halbe Stunde später erscheinen sollte - Herr Lipke schob es auf die Aufregung, wir auf die Busfahrzeiten. Nach einiger Vorbereitung war es dann soweit, was wäre allerdings ein Austausch ohne ein bisschen Chaos? So wussten wir also nicht, wo wir unsere Gäste empfangen sollten - vor der Schule oder doch eher am Bollwerk? Nachdem wir auch dieses Hindernis erfolreich aus der Welt geschaffen hatten, ging es dann auch schon los.
In unserem bescheidenen Geldern lernten wir uns erst kennen und erstellten dann in kleinen Gruppen Präsentationen zu Festen. Wie auch während des gesamten Austauschs entdeckten wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Im Anschluss gab es eine kleine Rundführung in unserer Schule und ein typisch deutsches Frühstück bzw. Mittagessen. Bevor wir unsere Gäste an dem Tag verabschiedeten, gab es auch noch eine kleine Stadtführung.
Vom Prinzip her sind beide Schulen eigentlich gleich aufgebaut: es gibt eine Klasse die unterrichtet und Lehrer die vorne stehen und unterrichten, wenn man jedoch genauer hinschaut fallen einem direkt Unterschiede auf.
Während wir durch die Schule geführt wurden fiel uns eines als erstes auf: es war überall offen, wir sind es gewohnt, dass bei uns Räume abgeschlossen sind, in den Niederlanden aber waren Räume wie z.B. Musikräume, Aula, ein Theaterraum und die Mensa zu jeder Zeit offen für alle SchülerInnen. Und noch eines fiel uns sehr schnell auf: während in unserer Schule striktes Handyverbot herrscht, war es in der Schule total normal, dass Schüler, egal ob jung oder alt, irgendwo in der Schule verteilt mit ihren Laptops,Tablets und Handys saßen und was auch nicht selten war, diese sogar aufluden.
Nach unserem Rundgang, bei dem uns natürlich auffiel wie modern die Schule gebaut war (drei Wände eines Klassenzimmers bestanden aus Glas) durften wir mit unseren Austauschschülern noch mit in den Unterricht, auch dort gab es noch Sachen die wir entdeckten: während in Deutschland z.B. die mündliche Mitarbeit ca. 50% einer Gesamtnote ausmacht, kennen die Niederländer keine mündliche Mitarbeit. Dort schreiben die Lehrer etwas auf das Smartboard, erklären es und die Schüler schreiben es ab, dabei ist es jedem selbst überlassen, ob er oder sie in ein Heft schreibt oder die Laptops benutzt.

Alles in allem denke ich, dass es ein gelungener Austausch und eine tolle neue Erfahrung war, und auch wenn die niederländische Schule auf dem ersten Blick besser wirkt, denke ich doch, dass unsere Schule vollkommen in Ordnung ist und beide Schulen ihren eigenen Reize haben.

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