Rückkehr des LMG zum längeren Lernen mit G9

Ein voller Erfolg war die abendliche Informationsveranstaltung am Montag, den 20.11.2017.  Gut 150 Eltern von Viertklässlern aus Geldern und den umliegenden Orten hatten sich eingefunden, um sich über die Schulform Gymnasium zu informieren. Nachdem die Diskussionen um die Neugründungen und Schließungen von Schulen in der letzten Zeit für viel Unruhe in der Elternschaft gesorgt hatten, konnten die beiden Schulleiter des Lise-Meitner-Gymnasiums und des Friedrich-Spee-Gymnasiums mit vielen Informationen und Richtigstellungen zur Beruhigung besorgter Eltern beitragen.

Welche Schulform ist die richtige für unser Kind? Kann es die Herausforderungen eines Gymnasiums meistern oder überfordern wir es womöglich? Für viele Eltern und Kinder ist die Entscheidung für eine weiterführende Schule mit Befürchtungen verbunden.
Um Eltern und Kindern unberechtigte Ängste zu nehmen und die Entscheidung zu erleichtern, luden die Schulleiter des Lise-Meitner-Gymnasiums, Dr. Achim Diehr, und Karl Kirchhart vom Friedrich-Spee-Gymnasium zu einem Informationsabend ein, unterstützt durch Dr. Wilfried Bentgens von der Bezirksregierung. Gemeinsam stellten sie die Lern- und Fördermöglichkeiten am Gymnasium vor und beantworteten die zahlreichen Fragen der Zuhörer.

Rückkehr zu G9

Dass sich Schüler, Eltern und Lehrer an beiden Gymnasien für eine Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit entschieden haben, wurde von den Eltern der Viertklässler sehr positiv aufgenommen. Bereits ab dem nächsten Schuljahr wird es somit eine deutlich geringere Stundenbelastung mit weniger Nachmittagsunterricht geben. Die bewährte flexible und kostenlose Übermittagsbetreuung und die Hausaufgabenhilfe am Lise-Meitner-Gymnasium bleiben jedoch  erhalten.

Förderung statt Auslese

Aber auch für G8-Schüler ist das Gymnasium schon lange keine Paukanstalt mehr, in der Lehrer/innen den ganzen Vormittag vor der Klasse stehen und Unterrichtsstoff abfragen. Stattdessen setzen sie moderne Unterrichtsformen ein, in denen sich die Kinder allein und in Gruppen Wissen und Lerntechniken aneignen. Kinder mit Problemen in einzelnen Fächern bekommen am LMG gezielte Hilfe durch individuelle Betreuung im Unterricht, aber auch in verbindlichen Förderstunden wie Lerncafé und Lerncafé plus. Das belegt auch unsere sehr geringe Zahl an Sitzenbleibern und Schulabgängern.

Sanfter Übergang

Damit die ehemaligen Grundschüler den Übergang zum Gymnasium problemlos bewältigen, arbeiten Eltern und Lehrern in den ersten zwei Jahren, der sogenannten Erprobungsstufe, besonders eng zusammen. In dieser Zeit können die Kinder sich in Ruhe entwickeln und herausfinden, ob das Gymnasium für sie geeignet ist – ohne Angst, denn nach der fünften Klasse werden sie automatisch in die sechste versetzt. Die Lehrer/innen des LMG treffen sich zusätzlich mit den Grundschullehrer/innen zu gemeinsamen Konferenzen und Fortbildungen und besuchen sie im Unterricht, um auch dadurch die Umstellung für unsere Jüngsten zu erleichtern.

Einschulung am Gymnasium

Viele Eltern interessierten sich mit ihren Fragen sehr dafür, wie die Plätze an den beiden Gymnasien im nächsten Schuljahr vergeben werden. In den letzten Jahren hatte jeweils eine Schule drei und eine vier neue Klassen, wobei es kein Problem war, für einen Ausgleich zwischen beiden Schulen zu sorgen. Für das nächste Schuljahr plant die Stadt Geldern beide Schulen auf eine Dreizügigkeit zu reduzieren. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich mehr als hundert Kinder für die neu geplante Gesamtschule entscheiden. Ob diese Zahl zustande kommen wird, ist mehr als fraglich, denn die Umfrage, die die breite Zustimmung der Elternschaft zu einer Gesamtschule bestätigen sollte, wurde durchgeführt, bevor die Landesregierung die Rückkehr zu G9 bekannt gegeben hat.

Gute Zusammenarbeit der beiden Gymnasien

Auch während der Informationsveranstaltung wurde das ungebrochen große Interesse an der Schulform Gymnasium deutlich. Zudem zeigte sich, dass die Eltern das regional einzigartige Angebot der beiden kooperierenden Gymnasien LMG und FSG zu schätzen wissen. Entscheidungen wie die Umstellung auf das Doppelstundenmodell werden gemeinsam getroffen und ermöglichen eine gemeinsame Planung der Oberstufenkurse. Dadurch können die Schüler auch ungewöhnliche Fächerkombinationen und exotisch gewordene Leistungskurse wie Kunst und Französisch wählen. Jedes Gymnasium für sich wirkt dabei mit drei beziehungsweise vier Zügen noch relativ klein und Eltern müssen keine Angst haben, dass ihr Kind in der Masse verloren geht.

Fazit: Die Gymnasien in Geldern sind und bleiben erste Wahl!

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